Nach der Wende von 1989 entwickelte sich Warschau, nach Berlin zum grössten Bauplatz Europas. Etliche Hochhäuser um den stalinistischen Kulturpalast bilden eine neue eindrückliche Skyline, die vom Bauboom an der Weichsel zeugt. Wo heute das Leben der aufstrebenden Metropole pulsiert, lag vor sechzig Jahren ein Trümmerfeld. Der Zweite Weltkrieg und die deutsche Besatzung hatten keinen Stein auf dem anderen gelassen. Die erste Phase des Wiederaufbaus stand ganz im Zeichen der Rekonstruktion der historischen Ensembles. Warschau ist bekannt für seine originalgetreu rekonstruierte Altstadt, die zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Danach diktierte Moskau den Einzug des sozialistischen Realismus in die Architektur. Nach 1956 öffnete sich das Land zaghaft; die polnischen Architekten konnten ihren Blick wieder nach Westen richten und es entstand viel Interessantes und Unerwartetes.
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